Das Sachbuch ist eine gut geschriebene detaillierte Beschreibung von Alexanders Leben. Der Autor, der eine pro-Alexander Tendenz aufweist, gibt am Ende seines Buches sogar einen Ausblick darauf, wie die Geschichte haette verlaufen koennen, waere Alexander 323 nicht in Babylon verstorben.
Der Klassiker in der Alexander-Literatur. Erschienen ist die Alexander-Verherrlichung 1833 und war ebenso wegweisend wie Mommsens "Roemische-Geschichte". Wenn auch viele von Droysens Ansichten und Analysen wohl kaum mehr zeitgemaess sind, ist das Gesamtbild, welches er entwirft, noch immer zulaessig.
Der Autor, Geschichtsprofessor der Universitaet Bonn, beschreibt trocken die filigrane Politik und Diplomatie Phillips und seine Kriege, mit denen er es schaffte, Makedonien in zwanzig Jahren zur Hegemonie ueber Griechenland zu verhelfen. Charakter, Aussehen und Auftreten Phillips werden erst auf den letzten zwanzig Seiten des Bandes beschrieben. Wer die ungeheure Informationsflut eines dozierenden Professors nicht scheut und an Phillips genialer Politik interessiert ist, sollte den Band erstehen.
Noch nicht gelesen, wahrscheinlich aber trocken und informativ.
Der dreiteilige (?) Roman von Mary Renault haelt sich sehr klar an die geschichtlichen Vorgaben und schoepft den umfangreichen Legendenreichtum um Alexander und seinen Vater Phillip weitesgehend aus. Anekdoten, wie es Alexander zum Beispiel als einzigen gelang, sein beruehmtes Ross Bukephalos zu baendigen, weil er erkannte, dass sich der Hengst vor seinem eigenen Schatten fuerchtete, finden sich in dem Roman ein. Auch Alexanders von manchen bezweifelte Abkunft wird in ihrem bunten Roman in Frage gestellt.
Der geniale Roman des Autors von Hannibal berichtet uns ueber das Leben Alexanders und Phillips auf opulente Art und Weise. Er stellt den "grossen" Alexander auf nicht allgemeine Ansichtsweisen dar und sein Alexander erweist sich als ebenso genial, mitreissend wie auch teuflisch, was der Realitaet vielleicht am naechsten kommt. Ein Muss fuer Alexander-Interessierte.
Der zweiteilige Fantasy-Roman um Phillips und Alexanders Feldherren Parmenion erzaehlt uns die Legende um die Geschehnisse aus der ungewoehnlichen Perspektive des Generals. Zwar ist vor allem im zweiten Band der Fantasyaspekt betont (Alexander ist besessen von einem Daemon), aber dennoch handelt es sich um eine interessante Version der Geschichte. Nebenbei liefert Davis Gemmel erstklassig Fantasy. Wer diese nicht scheut, sollte die Romane unbedingt erstehen (weitgehend sind sie geschichtlich korrekt).
Der Roman ist aus der Sicht des babylonischen Arztes Tamatam geschrieben, der nach vielerlei Abenteuer vor Tyros zu Alexander stoesst und dessen Leibarzt wird. Die Hauptgewichtung des Romans liegt auf dem Leben des Arztes, der auch Dareios versorgt (eine uebrigens genaue und wahrscheinliche Darstellung des Perserkoenigs). Zuletzt wird eine moegliche Variante des Todes Alexanders in Babylon dargestellt, an der Tamatam beteiligt ist.