Gaius Julius Caesar (100 - 44 v. Christus)


Über keine Persönlichkeit der Antike wurden mehr Schriften, Bücher, Aufsätze u.ä. verfasst, als über jenen Gaius Julius Caesar, der sich im ersten vorchristlichen Jahrhundert anschickte, das Antlitz der bekannten Welt zu verändern. Nicht nur, dass er das Zeitalter der Römischen Revolution beendete, er stellte auch die Weichen für das Römische Kaiserreich, vollendet durch seinen Großneffen und Adoptivsohn Oktavian (später Augustus), und beeinflusste damit Europa bis ins Mittelalter hinein. Von seinen politischen Maßnahmen und Reformen hat der Julianische Kalender, der von Papst Gregor XIII später (1582) präzisiert wurde, noch bis in unsere Zeit Bestand.

Selten hat ein Mensch von derart vielen Autoren, Historikern und Biographen ebenso viele Bewertungen und Meinungen auf sich vereinigt, angefangen bei Cato, seinem großen zeitgenössischen Antagonisten, über Mommsen, der Caesar in seiner noch heute wegweisenden "Römischen Geschichte" idealisierte, bis zu Berthold Brecht, der behauptete, Männer wie Caesar groß zu nennen, wäre des 20. Jahrhunderts unwürdig. Es überrascht besonders, dass Caesar sowohl in seinem eigenen Jahrhundert als auch danach in jeder Epoche von unterschiedlichen Autoren unterschiedlich beurteilt worden ist.

Was bleibt mir also noch zu tun, wenn ich über einen Mann schreibe, über den schon alles gesagt worden ist, dessen Taten bereits aus jedem Blickwinkel betrachtet wurden und der selbst den größten aller Dramatiker, William Shakespeare, inspiriert hat?
Hier soll versucht werden, zunächst die Ereignisse, die Caesar voraus gingen und die man heute als Römische Revolution bezeichnet, historisch korrekt zu beschreiben und die großen Vorgänger Caesars, Marius und Sulla, vorzustellen. Darauf folgt eine ausführliche Biographie des Gaius Julius Caesar, die natürlich im engen Zusammenhang mit der Geschichte des Römischen Reiches steht. Das Wissen hierüber wird aus vielen unterschiedlichen Quellen geschöpft, um eine möglichst facettenreiche Darstellung zu erreichen.

Auch bei der Beschreibung von Caesars Leben, Taten und Nachwirkungen fliessen positive und negative Bewertungen anderer Autoren ein, um es dem geneigten Leser zu ermöglichen, sich sein eigenes Urteil über Caesar zu bilden. Es besteht nicht die Absicht, gänzlich neutral zu bleiben, denn wer sich zu Geschichte äußert, muss auch Stellung beziehen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, auch andere Auffassungen zu dem jeweiligen Punkt wiederzugeben.

Bei der Erstellung dieser Seite war mir vor allem Herr Peter Mühlan behilflich, der meine Seiten der dringend notwendigen Korrektur unterzogen hat und sie auch sonst verbessert und ergänzt hat. Ich möchte mich auch bei allen anderen bedanken, die mit konstruktiver Kritik zur Verbesserung der Qualität dieser Seiten beigetragen haben.

 

FORUM

 

 

 


  1. Hannibal, Sklaverei und Gracchus. Beginn der Römischen Revolution.

  2. Jugurtha, Marius und Sulla. Das vorläufige Ende der Römischen Revolution.

  3. Der junge Caesar, lässig gegürtet, ein Schrecken der Seeräuber.

  4. Pompeius, Crassus und Spartakus.

  5. Caesars langsamer Aufstieg in der römischen Hierarchie und die Verschwörung des Catilina.

  6. Caesars Prätur und sein erstes Consulat. Das dreiköpfige Ungeheuer, das Triumvirat.

  7. Der Gallische Krieg. Caesars Sieg über die keltischen Heerscharen als Sprungbrett zur Macht.

  8. Rubicon ... Symbol für einen mörderischen Bürgerkrieg.

  9. Die Alexandrinische Episode, Kleopatra und seine Kriegszüge nach Kleinasien, Afrika und Spanien.

  10. Die letzten Monate Caesars. Die Ehrungen, die Reformen, die Pläne und seine Ermordung an den Iden des März.

  11. Caesar... Wurde er zurecht als der größte Sterbliche bezeichnet, oder war er nur ein Blender, der politisch versagte? Ist überhaupt ein Urteil möglich?

  12. Zeittafeln.

  13. Literaturhinweise.

  14. Auszug aus Shakespeares "Julius Caesar".


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